Buchumschlag in New Yorker Kunstgalerie
Man sieht es ihm kaum an. Dieses Bild entstand auf dem Computer.
Ich war mit dem Laptop unterwegs, hatte natürlich keine Farben dabei und wollte einige Bildideen ausprobieren. Also Corel Painter gestartet und losgemalt. Mich erstaunt immer wieder, was für natürliche Darstellungen mit diesem Programm möglich sind.
Acryl, Öl, Tusche, Stifte – alles wird perfekt simuliert.
Wie es dann so ist: Einige Zeit später kam eine Anfrage für einen Titel des Ullstein-Verlages, für den dies Bild perfekt passte.
Zusätzlich zum Buchumschlag wollte ich das Bild mal groß sehen. Ich hab es in Kiel ausdrucken lassen, bei einer Firma die sogennante Diavographien erstellt.
Dies ist eine Drucktechnik, die es möglich macht Dateien im klassischen Lithografie-Verfahren zu drucken. Die Farbwirkung ist unglaublich. Ausserdem gibt es einen richtigen Prägerand auf dem schweren Büttenkarton. Kein Vergleich zu Tintenstrahldrucken.
Der Druck kam und ich war begeistert von der Ausführung. Doch dann ging es weiter: Ich hatte an einer Gemeinschafts-Ausstellung in der am New Yorker Broadway gelegenen Flusso Gallery teilgenommen. Die japanische Galeristin Nana Onishi schickte mir eine Mail, dass mein Bild zu den Preisträgern gehöre und ich deshalb eine Druckgrafik in einer weiteren Galerie ausstellen könne. Ich schickte daraufhin den Druck nach New York.

Kennen Sie diese New York Filme, wo Weihnachten Schlittschuh gefahren wird? Dies ist direkt um die Ecke, im Schaufenster der japanischen Sushiden Gallery im New Yorker Rockefeller Center.
Später wurde das Bild dann versteigert, bei Bonhams & Butterfield für die Art4AIDS Charity Stiftung.
Schon witzig welche Wege so ein bisschen Laptop-Gekritzel nehmen kann.





Nette Geschichte, Glückwunsch. Trotzdem bin ich froh, dass man es letztlich doch noch, nach genauerem Hinsehen zumindest, erkennt, dass es sich um ein “künstliches” (ist das die Verkleinerungsform von Kunst?) Bild handelt…